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Soziale Lage und Gesundheit / Regionaler Knoten

Sozial benachteiligte Personen weisen ungünstige Gesundheitschancen auf. Dies trifft für alle Altersstufen und für fast alle Krankheiten zu. Armut steht nicht ursächlich mit Krankheit im Zusammenhang. Die Lebensbedingungen (soziogenetische Risikobedingungen – materielle und psychosoziale Belastungen) der Betroffenen, das hieraus resultierende Gesundheitsverhalten und eine schlechtere medizinische Versorgung wirken als Wege von sozialer Ungleichheit zur sozialen Ungleichheit von Gesundheitschancen. Soziale Ungleichheit zieht sich als Gefälle durch alle sozio-ökonomischen Schichten und ist nicht nur ein Unterschied zwischen arm und reich.

Ausgangspunkt für sozialkompensatorische Interventionen im Gesundheits- und Sozialwesen ist die Betrachtung von Armut als Nichtteilhabe an vorherrschenden soziokulturellen Lebensstilen in Deutschland.

Im Rahmen einer Bestandserhebung und Analyse gesundheitsbezogener Angebote für sozial Benachteiligte im Jahr 2002/03 wurde der Ist-Zustand in Thüringen abgebildet. Die Ergebnisse der Untersuchung spiegeln eine sehr vielfältige Angebotslandschaft wider, zeigen jedoch auch unterschiedliche Bedarfe u.a. in Hinblick auf die regionale Verteilung, die erreichten Zielgruppen und den methodischen Zugang auf. Es wurde auch deutlich, dass die Anbieter an einem Ausbau der Vernetzungsstrukturen und einer sektorenübergreifenden Kooperation zur Qualitätssicherung ihrer Angebote interessiert sind.

Als Ergebnis der Bestandserhebung wurde 2004 ein Arbeitskreis zum Thema aufgebaut. Der Arbeitskreis soll bestehende Strukturen und deren Aktivitäten zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit zu verzahnen und weiter zu entwickeln, einen ressortübergreifenden Austausch über Erfahrungen, Sichtweisen und Wissen anzuregen sowie interdisziplinäre und intersektorale Kooperation und Vernetzung zu erleichtern. Aktuell findet der Arbeitskreis in Form von Fortbildungen statt.

Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten"

Die AGETHUR hat zum 01.01.2004 im Rahmen einer nationalen Kooperation zur Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten die Koordination eines Regionalen Knotens in Thüringen übernommen. Zum 01.01.2007 existieren in allen Bundesländern derartige Knoten. Die Regionalen Knoten sind eines von vier Modulen im Kooperationsverbund.

Der Verbund hat aktuell (Stand 15.07.2010) 53 Kooperationspartner, z.B. Krankenkassen, Wohlfahrtsverbände, Ärzteorganisationen, die Landesvereinigungen und die Bundesvereinigung für Gesundheit und zahlreiche weitere Akteure, initiiert durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Informationen zum Kooperationsverbund und den 4 Modulen finden Sie unter der  www.gesundheitliche-chancengleichheit.de .

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Knotenarbeit in Thüringen

Ziel der Kooperation ist eine intensive Zusammenarbeit der Bundes- und Landesebene, um neben einem Informations- und Erfahrungsaustausch einen verbesserten Transfer bewährter gesundheitsfördernder Angebote zu erreichen.Es werden neue Formen zur Vernetzung und Interventionsstrategien entwickelt.

Ziele, Inhalte und Strukturen der Knotenarbeit in Thüringen (Informationsflyer)

Um einen Transfer von erprobten Projekten und Angeboten anzuregen und zu unterstützen, ist es Aufgabe des Regionalen Knotens, in Thüringen gute Beispiele der gesundheitsförderlichen Praxis zu identifizieren und sowohl innerhalb Thüringens als auch bundesweit zu kommunizieren.

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Der Regionale Knoten wird von AOK Plus und BZgA gefördert.